Horinek Weber ASPLAN Architekten 
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Otto Meyerhof Zentrum für ambulante Medizin und klinische Forschung Universität Heidelberg

Städtebau
Der Neubau
Otto-Meyerhof-Zentrum für Ambulante Medizin und Klinische Forschung
wird die Räumlichkeiten schaffen, eine Verzahnung von
- ambulanter Krankenversorgung
- mit klinischer Forschung
- und biomedizinischer Grundlagenforschung
zu gewährleisten.

Die Forschung wird sich an molekularen und zellbiologischen Grundlagen von Krankheitsbildern orientieren.

Da das OMZ logistisch und topografisch ein Bindeglied zwischen der
- Grundlagenforschung im Theoretikum und den
- Klinischen Einrichtungen des Heidelberger Ringes darstellt,
ist es auf dem Gelände nördlich des Theoretikums zwischen Südasieninstitut (SAI) und der Kopfklinik im Neuenheimer Feld angesiedelt.

 

Städtebaulich werden die Baukörperkanten der bestehenden Bebauung aufgenommen und das OMZ damit in das Gebäudegeflecht des Universitäts-Campus eingebunden.
Erschließung Der in Ost-West-Richtung längsgestreckte, 3-geschossige Baukörper (+Dachzentrale) mit ca 80 m Länge und ca 24 m Breite wird
- fußläufig mittig von Süden erschlossen.
- Andienungsverkehr erfolgt mittig von Norden über den bestehenden Parkplatz.
- Unterirdisch ist eine KFA (Kleinförderanlage) - Anbindung an die Kopfklinik über 2 Karrengänge sowie innerhalb des 1.UG’s im Theoretikum vorgesehen.
Planungskonzept Der längsgestreckte Baukörper ist als 3-Bundanlage konzipiert.
Zwei Außenzonen (nördlich, südlich) mit belichteten Aufenthaltsräumen. Eine unbelichtete Mittelzone mit Service- u. Nebenräumen.

Die hochinstallierten Laborzonen befinden sich jeweils im West- und Ost-Flügel, die gering installierten Räume, wie Büros, Besprechungsräume, etc. sind auf kurzem Weg im zentralen Bauteil zu erreichen. Die Nutzflächen sind über 3 Geschosse mit 4,0 m Geschoßhöhe verteilt.
Ein zurückgesetztes Dachgeschoß beinhaltet die ausschließlich der Technik vorbehaltenen Dachzentrale.
Eine westliche und mittige Unterkellerung wird im wesentlichen von Technik genutzt und ist über einen Karrengang unterirdisch mit dem Theoretikum verbunden.
Der 2-geschossige Karrengang dient der Versorgung mit zentralen Medien und Heizenergie. Weiterhin nimmt er die KFA-Trasse auf.
Bereiche

Der Baukörper
gliedert sich in 3 Zonen:

1)
Der mittlere Teil beinhaltet:
Hauptzugänge
Pforte
Foyer
zentrale Treppe
Aufzug
sowie die geringinstallierten Funktionen wie
Büros 
Besprechung
Sozialräume

2)
Der westliche Teil beinhaltet:
im EG im wesentlichen den Klinikbereich
in den OG’s hochinstallierte Labors
mit Serviceräumen
WC und Umkleideräumen sowie
eine interne Verbindungstreppe

3)
Der östliche Teil beinhaltet
in allen 3 Geschossen hochinstallierte Labors mit Serviceräumen
WC und Umkleideräumen sowie
eine weitere interne Treppe.
Bauwerk
Der 3-geschossige Neubau ist als unterzugsfreier Stahlbetonskelettbau konizipiert. Die Nutzungsflexibilität ermöglichen die nichttragenden Gipskartonständerwände.
Im Laborbereich
beträgt das Konstruktions- und Ausbauraster
Breite = 3,45 m,Tiefe = 6,00 m,
im Bürobereich
Breite = 2,85 m, Tiefe = 5,00 m.
Da die komplette Luft- und Medienversorgung aus den zentralen Installationsschächten innerhalb der Labore verläuft, ist eine Mindestgeschoßhöhe von 4,0 m erforderlich, zumal alle
Labore aus hygienischen Gründen mit dekontaminierbaren abgehängten Metalldecken versehen sind.
Die Elektro- und DV-Versorgung erfolgt aus 2 Unterverteilungen im Mittelbund über die mit einer F30-Decke geschützten Flure zu den einzelnen Räumen.

Die Technikzentralen versorgen alle Geschosse vom Untergeschoß aus.
Die Abluftzentrale sowie die besonderen Lüftungsanlagen 
(z.B. für die Isotopenlabors) liegen in der zurückgesetzten Dachzentrale.
Ein Metallschirm mit ca 1,5 m Dachüberstand, als leicht geneigtes Kal-Zip-Dach, überdeckt die gesamte Anlage.

Die Fassade spiegelt die inneren Funktionen wider.
Die 3 Nutzungszonen lassen sich über die, mit horizontalen
Bändern gegliederte, Pfosten-Riegel-Konstruktion, als große aus dem Putzbaukörper gestanzte Fenster, gut ablesen.
Nord- und Südeingang sind als zwei farbige, rote und gelbe Betonröhren klar ablesbar.
Horizontale Aluminiumlamellen spenden im Sommer Schutz vor der Sonne.
Drehbare Aluminiumflügel verschatten und akzentuieren den südl. Mitteltrakt.
Nutzung
projdat.jpg (3795 Byte)
1. Kernzone 900 m2
- Proteinmarkierung / Nuklearmedizin mit
- biochemischen Isotopenlabors, S2-Standard
- L1-L2 Labors
, GMP Labors, Reinraumbereich-S2
- Ver- u. Entsorgungsbereich
- mit KFA (Kleinförderanlage) - Anbindung an UNI-System
- Leitungs- und Diensträume
mit
- Büros u. Konferenz-/Besprechungsräumen

2. Klinischer Bereich 300 m2
- Anmeldung, Leitstelle
- mit zentraler Leitstelle, Patientenwartezone
- Untersuchung und Behandlung
- Tagesklinik
- Büros, Nebenräume
- Pforte, Info, Poststelle, Anlieferung

3. Verfügungslabors 1.500 m2
- Labors (biologische Nutzung) und
- Serviceräumen, wie
- Kühllabors, Zentrifugenräume, Kühlräume
, Lager etc.

4. Sonstige Räume 350 m2
- Büros u. Personalräume, Teeküchen etc.

Termine

Vergabeverfahren (EU-weit) 1997-98
Beauftragung April 1998
HU-BAU Abgabe Mai 1998
AFU-BAU ab Aug 1998
Baubeginn Mai 1999
Grundsteinlegung Sep 1999
Richtfest März 2000
Fertigstellung  Frühjahr 2001
Einweihung 25.04.2001
Projektdaten
HNF 2.900 m2
NNF 200 m2
FF, incl. unterird. Infrastruktur 3.000 m2
VF 1.500 m2
BGF 8.500 m2
BRI 35.000 m3
KOSTEN ohne KFZ-Stellpl.
und ohne KFA-Anbindung
Brutto  27.000.000 DM
Projektbeteiligte

Bauherr Land Baden-Württemberg
Nutzer Universitätsklinikum HD
Vertreter d. Nutzers Planungsgruppe Medizin
d. Universitätsklinikums
Projektsteuerung
u. Vorentwurf (Hochbau)
Universitätsbauamt
Heidelberg
Architekten
Entwurf - Bauleitung
Ermel Horinek Weber
ASPLAN Kaiserslautern
Technische Ausrüstung Planungsgemeinschaft
IB Sauer + Zimmermann
Heidelberg
Statik Brauch - Beratender Ingenieur
Heidelberg
Medizinisch-Technische
Einrichtung
HERMED GmbH
Neumünster Stuttgart
Kunst am Bau P. Zimmermann Köln
Bauausführung durch
Generalunternehmer
Wolff&Müller GmbH & CO KG
Karlsruhe



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